Rosengarten

Was macht ein Haus oder eine Wohnung so faszinierend? Was zieht uns an, in seinen Bann beim erstmaligen Betreten? Ist es tatsächlich ausschließlich die Einrichtung, die Ausstattung, die wir besichtigen? Wenn ich so für mich überlege, dann nehme ich zuallererst Düfte wahr. Ja, ich fühle mich spontan wohl, wenn es in Häusern, Wohnungen und Umgebungen gut riecht. Dann fühle ich mich direkt wohl. Die Entspannung folgt dann direkt auf dem Fuße.

Besonders schön ist es, wenn man durch einen duftenden Garten, so klein er auch sein mag, gehen muss, um den, der besucht werden soll, zu erreichen. Dieser Gang entspannt und macht friedlich. Vieles, was vielleicht im Zorn gesagt werden wollte, wird nun nicht mehr so stark ausgedrückt.

Wie dem auch sei, ich werde mir den Zugang sowie den Garten auch mit Rosen bestücken. Beet-, Strauch-, Stamm-, Kletterrosen und Climber werden in allen Farben meinen Garten zieren. Dabei sollen mir englische Gärten als Vorbild dienen. Mal sehen, wie mir das so gelingt. Dabei wird der Duft und die Farben mich jedes Mal erfreuen. Ich hoffe, meine Besucher auch.

Bis es allerdings so weit ist, muss noch, wie immer, das Land urbar gemacht werden. Ein paar Rosen habe ich schon eingesetzt. Sie sind auch sehr gut angegangen, sodass dann in der kommenden Saison die Gestaltung richtig Form annehmen kann. Wachse, was wachsen will.

Zudem wurde auch noch am Haus weiter gewerkelt. Das Gartenhaus wurde als Büro umfunktioniert und im Schweden-Style gestrichen, Dach neu gedeckt sowie eine Menge anderer Kleinigkeiten am Rande erledigt. Hört sich jetzt alles nicht viel an, war aber eine ganze Menge Arbeit.

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Der Haken mit dem Kreuz

Vielleicht ist es mit meinem tiefen Misstrauen gegenüber der Amtskirche zu begründen, dass ich mir einfach selbst die Frage stellte, warum ausgerechnet die Kirchen plötzlich vor dem Parteitag der AfD letzten Samstag so plakativ und vehement „Gebetsinitiativen“  installierten? Was macht die AfD in ihren Augen so unerträglich, dass man die Glaubensbrüder zu breiter Solidarität anstachelte? Warum fehlten diese Beterei-Happenings bei Naziaufmärschen in der Vergangenheit? Warum zeigte man sich hier so kämpferisch und solidarisch auch mit der Antifa, die mit Gewalt Menschen an ihren demokratisch verbrieften Grundrechten hindern wollte? Eins vorab, egal, wie man zur AfD stehen mag, das, was sich in Köln zeigte, sollte Grund zur Sorge sein und misstrauisch stimmen.

Relativ schnell wird jedem klar, dass es sich bei dem selektivem Protest der Kirchen nur um Bestandssicherung handelt und der damit verbundenen Angst, Geld, Macht und Einfluss zu verlieren. Die Kirchen befindet sich tatsächlich noch auf Raub-Kreuzzüge gegen den Steuerzahler.

Die Frage, wie sich denn so eine Kirche in Deutschland finanziert, kann nicht einfach beantwortet werden. Auf den ersten Blick erscheint der Durchblick hier tatsächlich etwas verworren. Gerne wird der Irrglaube der Schäfchen unberichtigt gelassen, wenn sie annehmen, sie zahlen doch alles mit ihrer Kirchensteuer. Warum ist das so? Liegt eine Absicht dahinter? Fakt ist, dass wir hier in Deutschland weit von einer säkularisierten Gesellschaft entfernt sind.

Für Enteignungen in der Vergangenheit zahlt der Steuerzahler seit mehr als 200 Jahren 17 Milliarden Euro aktuell jährlich an die Kirche. Die Steuerzahler sind Atheisten, Christen, Muslime, Buddhisten, Hindus, also Alle. Nun sind auch die plötzlichen inbrünstigen Stoßgebete und Gebetsinitiativen zu verstehen. Es geht um 17 Milliarden Euro p.a. Es dürfte auch klar sein, warum in den Augen der Amtskirche die AfD „Teufelswerk“ ist. Das bedeutet, dass jeder undemokratisch ist,  der sich für die Abschaffung dieser Privilegien einsetzt. Das ist im Grunde genommen, der eigentliche Skandal. Die Kirche hat nichts an ihrer Verlogenheit eingebüßt in den letzten 1000 Jahren. Wie gesagt, es geht hier nicht um ein Plädoyer für die AfD, sondern um 17 Milliarden Euro jährlich, die dem Steuerzahler fehlen.

Es gibt unzählige Quellen, die den Filz der Kirche mit dem Staat anprangern. Ein guter link ist hier zu finden: http://www.stop-kirchensubventionen.de

Aber bislang hat m. E. nach keine Partei so offen und klar die Absicht erklärt, diese Verwachsungen aufzulösen. Wer sich den Mut nimmt, muss in den Augen der Amtskirche scheinbar immer noch brennen.

Das ist der Haken an dem Kreuz, kein anderer in diesem Fall.


Minimalist werden – ein Selbstversuch

Viele Philosophen und Weise lehren seit Menschengedenken vom heilbringenden Verzicht, der Beschränkung auf das Wesentliche. Im Hier und Jetzt zu sein, nicht an gestern zu denken und keine Angst an die Zukunft zu verschwenden, da auch diese Gedankengänge  im Jetzt geschehen und Produkte unseres Denkens sind. Und gedacht wird immer im Jetzt.

Erkenntnis ist bekanntermaßen schon der erste Schritt für eine Besserung. Wer begriffen hat, dass die schönsten Dinge des Lebens keine Gegenstände sind, Konsum sehr häufig eine Ersatzbefriedigung darstellt, weniger meistens mehr ist, sich das große Ganze im Kleinen zeigt , Sicherheit eine Illusion darstellt oder die Arbeit notwendig für das Leben und keinesfalls Lebensinhalt bedeuten sollte, der hat sich bereits auf den Weg begeben.

Nach Wikipedia ist ein Minimalist eine Person, die ihren Lebensstil als „Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft sieht“, wobei ihre Anhänger „versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen.“ Ich bin mit dieser Definition nicht ganz glücklich, weil auch hier wieder das Wort Verzicht viel zu sehr in den Vordergrund rückt. Minimalist sein heißt, sich achtsamer zu verhalten, sich auf das Wesentliche im Leben konzentrieren (nicht beschränken). Das Wesentliche im eigenen Leben mag nun jeder für sich ergründen und vielleicht feststellen, dass es nicht so einfach ist, es direkt adhoc zu benennen. Aber gerade dann, wenn sich das Leben entschleunigt und die Ablenkungen abnehmen, mag es sich dem, der sehen will, zeigen. Minimalist werden bedeutet einen reichhaltigen Gewinn in Aussicht gestellt zu bekommen und keinen Verzicht. Höher, schneller, weiter war gestern und jeder gestresste, sich auspowernde Manager wird heutzutage eher mitleidsvoll belächelt als bewundert.

Der Grundgedanke, den die Marketingstrategen dieser Welt per ausgeklügelten, psychologisch-manipulierenden Kampagnen in unseren Köpfen verankert, ist dieser: jedes neue Produkt auf dem Markt, macht unser Leben ein Stück besser. Am Besten ist, man kauft direkt alle Produkte (zur Not eben auf Pump). Je teurer ein Produkt, desto größer ist der wohltuende Effekt auf unsere Seele. Wer das glaubt, ist arm dran, rackert sich bis zum Herzinfarkt ab und wundert sich, dass die Kinder zu Hause Freunde oder Freundinnen mitbringen, obwohl sie doch gerade erst eingeschult wurden. Wenn man diesen Gedanken wirklich für wahr hält, dass Konsum uns glücklicher macht, ergibt sich daraus ein weiterer logischer Gedanke: je mehr Geld ich habe, desto mehr tolle Dinge kann ich kaufen. Und je mehr tolle Dinge ich habe, desto besser wird mein Leben. Stopp – es ist Zeit die Reißleine zu ziehen. Ich habe es getan, und es geht mir jeden Tag ein Stück besser damit.

Es geht darum, den persönlichen maximalen Lebensstandard zu definieren statt den minimalen. Das Existenzminimum, was der minimale Lebensstandard nunmal ist, klingt armselig und wird eher den Asketen beglücken, weil schon der Name irgendwie Verzicht erwarten lässt. Auch ist es nicht notwendig, ein Armutsgelübde abzulegen und am Existenzminimum zu knapsen. Diese Sicht beschränkt und engt ein,  sie entspricht dem Bild des sündigen Individuum, der seine Buße abträgt. Vielmehr sollte jeder für sich seinen maximalen Lebensstandard ermitteln, um ein entspanntes Leben führen zu können.

Minimalist zu sein bedeutet Freiheit, Loslassen, im Fluß zu sein. So stelle ich mir das vor. Ich sollte den Selbstversuch wagen.

Ich will diesen Selbstversuch starten und Buch führen über meine Empfindungen, ob sie wirklich befreiend sind, was dabei passiert, wie es sich anfühlt, ja alles, was sich ändert. Eine gute Achtsamkeitsübung nebenbei. Ich beginne jetzt damit, und zwar mit dem Kleiderschrank, einem guten Objekt für den Beginn, wie ich finde.


Ist das nicht ungesund?

Ob es nicht ungesund sei, so viel zu laufen, werde ich oft von Menschen gefragt, die mitbekommen, dass ich wieder die Marathonstrecke anvisiere und vier- bis fünfmal wöchentlich gemütlich Laufe. Eigentlich nicht, entgegne ich meist, denn der Mensch sei ein Lauftier und bewege sich ohnehin viel zu wenig. Zudem laufe ich auch nur in etwa meine 50 Wochenkilometer, also nicht wirklich viel.
Manchmal denke ich, dass es vielmehr die eigene Bequemlichkeit ist, die die Leute vermeintlich glauben lässt, Laufen schade der Gesundheit. Jedoch bin ich auch der Auffassung, dass das extreme Schinden im Leistungszwang eher weniger zielführende ist. Man stelle sich den gestressten Büromenschen vor, der am Feierabend und am Wochenende mit Stoppuhr Kilometer „fressen“ muss und keuchend durch die Natur hechelt. Das ist Schinderei, und der angeblich entspannende Effekt, von dem beispielsweise gestressten Manager berichten, ist nichts anderes, als bewegte Energie, die sich eher im Mangel befindet und nur durch das Hetzen durch Wald und Flur in Bewegung geriet.
Es geht nicht um Zeit, es geht auch nicht um Kilometerleistung. Vielmehr sollte absichtslos gelaufen werden, sodass sich Raum und Zeit aufzulösen beginnen und sich ein Flow einstellt, bei dem jeder Schritt und jede Berührung mit dem Boden zur Meditation und Selbsterfahrung wird.
Die altchinesische Philosophie der Fünf Wandlungsphasen kann hier sehr hilfreich sein, sich im Einklang mit den Zyklen der Natur zu bewegen. Frei von Leistungsdruck kann sich der Sportler anpassen und dennoch zu beachtenswerten Leistungssteigerungen gelangen.
Der Zyklus beginnt mit dem Frühling, der Wandlungsphase Holz. Wie ein Läufer sie nutzen sollte, um sich bestmöglich zu entwickeln, wird in Kürze hier geblogt werde.


Doch ein Blog

Obwohl mich das Interesse auf einen eigenen Block schon seit längerer Zeit sehr reizte, habe ich es bislang nicht auf die Kette bekommen, mich aufzuraffen. Ich war doch schon auf Facebook anzutreffen und konnte mich dort auch auslassen. Doch der Reiz an sozialen Netzwerken hat sehr schnell nachgelassen. Eigentlich sind diese Netzwerke überhaupt nicht sozial. Oberflächliche Bekanntschaften, ständige Haustierfotos, massenweise gepostete Fotos vom Essen, welches die Person kurz zuvor verzehrte und so weiter und so fort. Die meisten der sogenannten „Freunde“ hatte ich dann auch nicht mehr abonniert, da mich bei Vielen ihr  exhibitionistisch zur Schau gestellte Leben auch nervte.

Warum dann nicht direkt das machen, was ich eigentlich schon seit Langem wollte?  „Schreiben heißt sich selber lesen“, wie Max Frisch sagte.

Natürlich freue ich mich auch über Austausch, Anmerkungen, Kritik zu den Themen, die da kommen werden.